NueJazz Festival Auf AEG

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Beim Eröffnungskonzert am Mittwochabend wird Jo Bartmes mit seinen Mitstreitern die Grenzräume zwischen freiem Ausdruck, Clubtauglichkeit und Progressivität ausloten. Die außergewöhnliche Besetzung mit Hammondorgel, zwei Schlagzeugen, Bassklarinette und Gesang verspricht einen mitreißenden und tanzbaren Einstieg ins Festival. Im Anschluss tritt der bekannte Nürnberger Jazzgitarrist Frank Möbus mit der neuen Band KUU! auf. Oberscharfer-Quril, Elektro-Tanz und Jazzpunk der Extraklasse, der mit Schlagzeug, Gesang und zwei Gitarren kräftig einheizt. Und als wäre das noch nicht genug setzt der New Yorker Jazzgitarrist Jonathan Kreisberg mit seinem Quartett zum Abschluss des ersten Abends noch eins drauf. Er stellt seine neue CD „Wave upon wave“ vor, wobei die Zuhörer sich auf modernen Jazz einstellen dürfen, der Tradition und instrumentale Virtuosität mit modernen Einflüssen und Klängen aus aller Welt vereint. 

Den Donnerstagabend eröffnet die fränkische Sängerin Silke Straub mit ihrer Band „Silkstreet", deren Musiker fest in der Nürnberger Jazzszene verankert sind. Silke Straub präsentiert Eigenkompositionen, denen ein ganz eigener Zauber innewohnt. Sie sind lebendig, abwechslungsreich, mal traumverloren, mal leidenschaftlich. Als zweite Band wird der Kölner Gitarrist Tobias Hoffmann, der Teil des Kölner Jazzkollektivs „Klaeng“ ist, mit seinem Trio auftreten. Sie interpretieren Klassiker und Standards aus verschiedenen Genres und Epochen ganz neu. Dabei wird Hoffmanns explosives Gitarrenspiel, das komplex in Jazz, Blues, Rock und 60s Surfmusik verwurzelt ist, von dem groovenden und gleichzeitig hochflexiblen Rhythmusgespann perfekt gerahmt. Das Hardbop Quintett des Nürnberger Trompeters Andrey Lobanov wird den zweiten Festivalabend abrunden. Die Musiker stehen für ein buntes Mosaik unterschiedlicher Klangwelten, beeinflusst von Freddie Hubbard, dem Hardbop der 50er Jahre aber auch von russischer Folklore. Auch hier darf man sich auf richtig gute Musik freuen.

Der Freitagabend beginnt mit dem in Nürnberg gegründeten Quartett „Harmzone“. Die Musiker machen sich naiv und spielfreudig auf den Weg, ihrer musikalischen Vergangenheit Tribut zu zollen, ihre Wurzeln genau unter die Lupe zu nehmen und sich dabei selbst zu erfinden. Im Ergebnis bekommt man ehrlich und direkt vielseitigen akustischen Jazz zu hören. Ganz und gar der improvisierten Musik hat sich"SoKo Steidle“, die zweite Band des Abends, verschrieben. Der Namensgeber und Schlagzeuger Oliver Steidle zählt schon seit geraumer Zeit zu den angesagtesten Schlagzeugern der jungen europäischen Avantgarde. Der dritte Akt des Abends wird von Tobias Weidinger bestritten. Mit seiner Band „T-Funk“ präsentiert sich der vielseitige Trompeter als Bandleader, Sänger, Rapper und lebt seine große Leidenschaft zum Hip Hop und R`n`B aus. Spätestens jetzt wird es Zeit die Stühle auf die Seite zu schieben und einfach mitzumachen.

Den Samstagabend eröffnet die Wahl-Nürnberger Sängerin und Komponistin Sabine Müller mit ihrer Band „Seide“. Sie stellt ihr neues Album „Der wilde Mohn“ vor, auf dem sie mit ihrem hervorragenden Trio eigene Kompositionen und Texte präsentiert. Auch diese Band steht für ein Kontraste auslotendes Musikverständnis, wodurch sich die wunderschönen Songs mit Leben füllen. Danach präsentieren wir den Geheimtip der österreichischen Jazzszene, die Rhythmuszwillinge Andreas und Matthias Pichler. Auf der Suche nach den Grenzen zwischen Jazz, Folk, Rock und Pop, zwischen Alpengipfel und Rocky Mountains sind die beiden verwegenen Klangabenteurer unentwegt in Europa und den USA unterwegs. Sie lesen auf, was sie musikalisch am Wegesrand finden und interpretieren es auf ihre eigene, akzentuiert beiläufige Spielweise. Zum Abschluss darf man sich auf den Regensburger Gitarristen Andreas Dombert freuen, der Dombert’s Urban Jazz - "audio-visuell" präsentiert. Zu erwarten sind rasende Unisono-Passagen zwischen Gitarre und Posaune, rätselhafte Stimmen aus Laptop und Synthesizer, satte Grooves, aber auch ruhigere Momente voller Dichte und Komplexität. Für das NueJazz Festival hat sich Andreas Dombert darüber hinaus mit dem Bogener Künstler Georg Fuchssteiner zusammengetan, der die Musik der Band visuell in den Raum projizieren wird.          

Der Sonntag ist auch dieses Jahr ganz und gar den Kleinsten gewidmet: Am Vormittag um 11:00 Uhr fragen sich Professor Al Coda und die Jazzganoven „Wer hat den Swing geklaut?“. Kleinen und großen Zuhörern wird hier die Welt das Jazz eröffnet, wobei es ziemlich beschwingt zugeht. Bitte unbedingt etwas zum Rasseln mitbringen!! Wer bisher nicht wusste, wie man richtig mitschnippt, weiß es spätestens nach diesem Konzert. Zum Abschuss also noch ein Konzert für Kinder ab vier Jahren, das auch ihre Geschwister, Freunde, Eltern und Großeltern begeistern wird. Dazu gibt’s Limo, Saft, Kaffee und Kuchen in der Zentrifuge. 

Man darf sich also auf ein tolles Programm freuen, bei dem sich die Nürnberger Jazzszene und ihre Gäste in ihrer umfassenden Bandbreite präsentieren werden.

Kartenvorverkaufwww.nuejazz.de
Kontakt: www.jazzmusiker-ev.de 
Marco Kühnl: marco@jazzmusiker-ev.de 
Frank Wuppinger: info@orchestre-europa.de

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