Bebauungsplan Nr. 4543A „AEGNord“ beschlossen

Neues Quartier in Nürnberg: Mit einem Mix aus Wohnen, Dienstleistungen, Gewerbe sowie kultureller und sozialer Infrastruktur

Am Donnerstag, 18. Dezember 2025, hat der Stadtplanungsausschuss den Erlass des Bebauungsplans Nr. 4543A „AEGNord“ beschlossen. Für die zusätzlich nötige Änderung des Flächennutzungsplans soll der Stadtrat am 28. Januar 2026 den Feststellungsbeschluss verabschieden. Rechtsverbindlich wird der Bebauungsplan nach Genehmigung der Flächennutzungsplanänderung durch die Regierung von Mittelfranken und einer Bekanntmachung im Amtsblatt. Mit der Rechtsverbindlichkeit des Bebauungsplans und nach einer erfolgten Deponiesanierung wird das ehemalige AEGNordareal erschlossen und bebaut werden können.

Für die in Kooperation von Grundstückseigentümerin und Stadt angestrebte Entwicklung des gut acht Hektar großen Areals liegt ein Konzept des renommierten Stadtplanungsbüros Gehl aus Kopenhagen vor. Dieses sieht eine Gesamtnutzfläche von circa 139 000 Quadratmetern im Geschosswohnungsbau vor. Entstehen soll ein urbanes Quartier mit einem Mix aus Wohnen, Dienstleistung, Gewerbe sowie kultureller und sozialer Infrastruktur mit einer hohen Dichte. Mit den rund 950Wohneinheiten wird dem hohen Bedarf an Wohnraum im Stadtgebiet Rechnung getragen. 25 Prozent der Geschossfläche sollen im geförderten Wohnungsbau umgesetzt werden.

Außerdem setzt die Planung zugleich Maßstäbe für eine zukunftsweisende und nachhaltige Quartiersentwicklung im Nürnberger Westen. „Hier zeigt sich, wie trotz schwieriger Rahmenbedingungen das Engagement Nürnbergs für eine nachhaltige Stadtentwicklung durch Wiedernutzbarmachung innerörtlicher Flächenreserven Früchte trägt“, würdigt Planungsund Baureferent Daniel F. Ulrich. Das Projekt schaffe im Sinne einer doppelten Innenentwicklung bezahlbaren Wohnraum und urbane Räume, die Wohnen, Arbeiten und Nahversorgung kombinieren. Zudem entstehen im Zuge von vernetzenden Fuß- und Radwegverbindungen attraktive Freiräume. Das städtebauliche Konzept kombiniert eine klassische zwei- bis siebengeschossige Blockstruktur mit mäandernden Räumen, abwechslungsreichen Sichtachsen, einer vielfältig gestalteten Dachlandschaft und unterschiedlich ausgeführten Fassaden. Das Zentrum des Quartiers bildet eine zentrale öffentliche Grünfläche, die an den Quartiersplatz anschließt. Grünkeile verknüpfen das Gebiet räumlich mit dem nördlich gelegenen Pegnitztal und erhöhen damit auch die Zugänglichkeit und Erreichbarkeit dieses Erholungsraums für das AEGSüdareal sowie den Stadtteil Muggenhof.

Ferner liegt ein besonderes Augenmerk auf einem nachhaltigen Verkehrskonzept. So wird eine vollständige Durchfahrbarkeit für Autos nicht möglich sein. Stellplätze werden ausschließlich in Tiefgaragen entstehen. Im Gebiet wird sowohl eine Kindertagesstätte als auch westlich angrenzend an das Planungsgebiet eine neue Grundschule gebaut werden. Ein wichtiger erster Baustein der Gebietsentwicklung, der geplante Technologiecampus der TH Nürnberg, ging mit seinem Forschungsgebäude bereits diesen Herbst in Betrieb. Weitere Forschungseinrichtungen sollen an der Muggenhofer Straße angesiedelt werden.

Entwickelt wird das neue Quartier der MIB AG von der Coloured Fields GmbH in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsbüro Gehl aus Kopenhagen.

Kontakt

Büro Auf AEG
Fürther Straße 244 – 254
Muggenhofer Straße 132 / 135
90429 Nürnberg

Telefon: 0911 32 60 900
Email: info@aufaeg.de
www.colouredfields.com · www.mib.de

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Die MIB Coloured Fields GmbH hat sich auf die Konversion von Brachflächen und die Revitalisierung von Industrieanlagen im Kontext von integrierter Stadtentwicklung spezialisiert. Sie verfügt nach 15 Jahren über eine besondere Expertise aus verlassenen Orten hochattraktive lebendige Quartiere zu entwickeln. Die Coloured Fields identifiziert für Revitalisierung geeignete ehemalige Industrieliegenschaften, prüft und begleitet den Ankauf und erstellt parallel das inhaltliche Entwicklungs- und Betriebskonzept für die nachhaltige Neubelebung der Industriebrachen. Wir kuratieren Areale zu urbanen Magneten und stoßen damit nachhaltige Stadtentwicklung an. Aus „brownfields“ werden „coloured fields“.

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